Facetteninfiltration 2016-12-22T19:46:45+02:00

Facetteninfiltration

Die Facetteninfiltration wird angewendet bei chronischen Rückenschmerzen, die durch eine kurzzeitige Medikamenteneinnahme und krankengymnastische Maßnahmen nicht ausreichend zu lindern sind und die durch eine Arthrose oder Arthritis (Gelenkentzündung) der kleinen Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke) entstanden sind.

Bei dieser Injektionstherapie handelt es sich um eine lokale Behandlung gereizter Gelenke der hinteren Abstützung der Wirbelsäule mit einer Kombination aus Lokalanästhetikum und Corticosteroid. Diese Therapieform ist in allen Segmenten der Wirbelsäule durchführbar. Das Corticosteroid führt bei diesem Behandlungsverfahren zum Abschwellen des gereizten Facettengelenkes. Durch präzise Applikation kann die Dosis niedrig gehalten werden, so dass systemische Nebenwirkungen sehr selten sind. Das Corticosteroid wird als Depotpräparat verabreicht, damit die Wirkung über einen längeren Zeitraum anhält.

Die in Kombination eingesetzten Lokalanästhetika haben neben der lokalen Schmerzausschaltung auch eine beruhigende Wirkung auf die gereizten Facettengelenke.

Hyaluronsäure

Wie bei anderen Gelenken mit Arthrose kann auch in die Facettengelenke ein Hyaluronsäurepräparate injiziert werden. Hierdurch wird die Gelenkschmierung verbessert.
Die Optimierung der Zusammensetzung der Synovial (Gelenk-) flüssigkeit reduziert Schmerzen und Bewegungseinschränkung.

Therapieablauf

Nach abgeschlossener Diagnostik durch Röntgenbilder oder MRT sowie die Aufklärung über die Therapie wird ein Termin zur Facetteninfiltration vereinbart.
Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Sie können wie gewohnt Essen und Trinken. Die Behandlung erfolgt unter Durchleuchtungskontrolle.

Je nach individuellem Ausgangsbefund erhalten die betroffenen Wirbelgelenke Infiltrationen aus beruhigenden und entzündungshemmenden Medikamenten. Die Behandlung wird, falls erforderlich, bis zu fünfmal pro Gelenk in einem zeitlich geringen Abstand wiederholt.